Google Glass geht an den Markt

Morgen ist es so weit: Die viel diskutierte Google-Alleskönner-Brille, die vor einigen Monaten für viel Wirbel gesorgt hat, geht morgen in den USA über die Ladentheken. Für einen Tag. Für umgerechnet 1.100,00 €. Was kann die Brille und ist sie die Zukunft der IT? Wir geben den Überblick.

Technische Daten

Zugegeben, technisch bietet die Brille aus dem Hause Google viele Reize. Ausgestattet mit einem 1 GHz Prozessor, 256 MB RAM und 16 GB Flashspeicher ist die Leistung für dieses kleine Gerät erstaunlich. Hinzu kommen Bluetooth- und WLAN-Antenne, Kamera, Mikrofon, Lautsprecher und eine REST-Schnittstelle. Apps wie Google Maps oder eine Gesichtserkennung runden das Gesamtbild vom Alleskönner ab. Das alles steckt in einem Brillengestell das mit etwa 50g Gewicht nicht mehr wiegt, als eine herkömmliche Brille.

Bedienung

Wie bedient man aber ein Nasenfahrrad mit einer derart technischen Ausstattung? Dazu hat Google einige Funktionen implementiert: Am einfachsten wird für den Nutzer wohl die Sprachsteuerung, ähnlich der integrierten Steuerung auf Smartphones. Aber auch eine Steuerung mit den Augen ist möglich, wenn auch vermutlich gewöhnungsbedürftig: So lassen sich etwa per Augenzwinkern Fotos schießen, natürlich erst nachdem man die App mittels Sprache gestartet hat. Am interessantesten wird für die Nutzer wohl die Lasertastatur. Dabei wird eine übliche Handytastatur auf eine Oberfläche oder die Hand projiziert, mit der die gewohnte Eingabe wie mit dem Smartphone möglich wird.

Zukunftsmusik oder Bedrohung?

Denkt man über das Konzept genauer nach, kommt einem direkt der Terminator in den Sinn: Mit seinem Roboter-Auge konnte er auch mittels Sprachsteuerung alles in seiner Umgebung analysieren und Wegrouten planen. Google Glass ist also wieder ein Teil Science-Fiction, der Wirklichkeit wird. Man sollte es aber mit äußerster Vorsicht genießen. Mit der Brille lassen sich nämlich auch problemlos Bewegungsmuster, Kaufgewohnheiten, soziales Umfeld und mehr analysieren und auswerten – und zwar durch Google. Die Entwickler aus dem Silicon Valley sind schließlich bekannt dafür, möglichst viel über uns lernen zu wollen. Einerseits lässt sich hier mit dem Weg in das Web 3.0 argumentieren, andererseits muss sich jeder die Frage stellen, wie viel Privatsphäre er aufgeben möchte.

Für jeden Technik-Freak ist Google Glass aber sicher ein Sahnestück technischer Errungenschaften.

14.4.14 08:52

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